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DER SPIEGEL, Das Nachrichtenmagazin

14/1964, Automation in Deutschland


Titel
INDUSTRIE / AUTOMATION: Einzug der Roboter
SIND 35 STUNDEN GENUG?
GÜNTER FRIEDRICHS

Deutschland
Moritz Pfeil: UNHEILBAR GESUND? Abgeordneter Kalbitzer
EWG: Manie dieser Leute
SPD: Hunde und Wölfe
MÜLLER-WIPPERFÜRTH: Zur Ulmer Höh
ZWEITER WELTKRIEG: Schlacht um Sprit
CDU: Vater fehlte
WOCHENZEITUNGEN: Glückliche Zwerge
ANSTALTSRECHT: Unfreie Rhythmen
ENTSCHEIDUNGEN: RECHT
LIEBE: Zu Fetzen gelesen
Wie es zum Ersten Weltkrieg kam (IV): Generalstabsbesprechungen zwischen Frankreich und England
Wie es zum Ersten Weltkrieg kam (IV)/ 1914: Deutsche Professoren über England
Wie es zum Ersten Weltkrieg kam (IV)/ Dr. Gustav Roethe über die Engländer


Bonn
KETZER OHNE INQUISITION, Bonn und seine Intellektuellen
Ausland
OSTBLOCK / NATIONALKOMMUNISMUS: Risse im Monolith
ENGLAND: NCHT ABZUSCHÜTTELN
FRANKREICH / ANTI-AMERIKANISMUS: Verrat im Dschungel
US-GEHEIMDIENST: HR 5507
ERBSTREIT: 50 Witwen
Sport
DAWN FRASER: Großmutter für Tokio
Kultur
NEW YORK: Schau und Geschäft
KARTOGRAPHIE: Schräg von oben
MILENA: La Bohémienne
KNOCHENBRÜCHE: Not mit Nägeln
SPIONAGE-ROMAN: Kalt an der Mauer
PROGRAMME: SZCZESNY VERLAG MÜNCHEN.
AUSWAHL: Lewis Carroll: „Alice im Wunderland“.
AUSWAHL: Anna Langfus: „Gepäck aus Sand“.
AUSWAHL: Jerzy Andrzejewski: „Warschauer Karwoche“.
BELLETRISTIK, SACHBÜCHER

 

SPIEGEL-VERLAG / HAUSMITTEILUNG
Datum: 31. März 1964    Betr. : Auflage
In seiner Betrachtung über Bonn und die Intellektuellen (Seite 24 dieses SPIEGEL) schreibt Fritz Rene Allemann, das Landesverratsverfahren sei für den SPIEGEL „glänzende Reklame" gewesen. Er drückt damit nichts anderes aus als der CDU-Abgeordnete Kanka, der kürzlich in einer Podiumsdiskussion über Meinungsfreiheit sagte: "Aber diese Leute haben doch hinterher die besten Geschäfte gemacht!"
Was ein Mann wie Kanka bei einer regierungstreuen Zeitung "Grundlage der wirtschaftlichen Unabhängigkeit" nennen würde und beim SPIEGEL "Geschäft" nennt - es ist die Auflage. Auf die Frage, wie sich die Auflage des SPIEGEL seit der Aktion im Oktober 1962 entwickelt hat, kann man nur sagen: planmässig! Ausgangspunkt diesbezüglicher Untersuchungen ist die durchschnittliche Druckauflage im letzten Quartal vor der „Affäre", also im III. Quartal 1962.
Vom Quartal 111/1960 auf 111/1961, wie auch von 111/1961 auf 111/1962, war die Auflage jeweils um 12 v. H. gestiegen. Eine darauf aufbauende Prognose, angestellt am Tage vor Beginn der „Affäre", hätte für das Quartal 111/1963 zu einer Schätzung auf 540000 Exemplare führen müssen. Die tatsächlich erreichte Auflage lag dann bei 540 076 Exemplaren - sie hatte sich geradezu beängstigend folgerichtig weiterentwickelt. Auch seither hat sie sich auf der Linie dieses Trends bewegt.
Auf dem Höhepunkt der SPIEGEL-Affäre war die Auflage über die Trend-Linie hinausgeschossen, doch mündete die hektisch bewegte Kurve schnell wieder in den normalen Verlauf ein. Der vorübergehende Anstieg war kein "Geschäft". Der Erlös des einzelnen Exemplars bringt nicht einmal dessen Druck- und Papierkosten ein. Die Bedeutung der Auflage als Faktor wirtschaftlicher (und damit auch politischer) Unabhängigkeit liegt im auflagenbezogenen Anzeigenpreis. Der aber wechselt nicht von Heft zu Heft je nach Auflage, sondern gilt für lange Zeiträume, und jedenfalls konnte ihn der SPIEGEL nicht aufgrund der vorübergehenden Auflagenbewegung erhöhen.
Die SPIEGEL-Affäre hat den SPIEGEL keine Auflage gekostet und sie hat ihm auch keine gebracht. Abgesehen davon verfällt doch ein Mann wie der 59jährige Jurist Kanka allzu jung in Adenauer-Kategorien, wenn er Gefahren für die Meinungsfreiheit mit dem Hinweis abtut, letzten Endes seien doch „beste Geschäfte" dabei herausgekommen. Der Professor für politische Wissenschaften Theodor Eschenburg habe, so berichtet das "Badische Tagblatt", auf Kankas ErWiderung geseufzt: "Das sind doch keine Argumente."

 

Zeitschrift, Heft. Verlag: spiegel-verlag.

gutes Exemplar, ordentlich,

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