Titel
SOWJETZONE / KIRCHE: Getrost und fröhlich
„MIT DER DDR HAT GOTT UNS EINE LEKTION ERTEILT“
Deutschland
DEUTSCHLAND-INITIATIVE: Kleines Erdbeben,
Mit rosigem Gesicht saß Volkskanzler Ludwig Erhard in Bonn vor der Pressekonferenz und lobte sein Jahreswerk. Am Dienstagvormittag letzter Woche zog er die Bilanz 1964: "Ende gut - alles gut."
Erhard meinte die Einigung mit Frankreich über den Getreidepreis.
ATOM-MINEN: Verstrahlte Erde
FERNSEHEN: Meinung unerwünscht
GETREIDEPREIS: Mätzchen und Witzchen,
Bonns Bauernminister Werner Schwarz, von nächtlicher Blitzvisite in Brüssel zurückgekehrt, meldete sich bei seinem Kanzler und kämpfte noch einmal für die Grüne Front. Aber Ludwig Erhard ließ sich nicht umstimmen.
Ungestört durfte des Kanzlers Generalbevollmächtigter, Wirtschaftsminister Kurt Schmücker, in Brüssel zugestehen, was Schwarz und die Bundesregierung im Namen der Bauern seit einem Jahr rigoros verweigert hatten: den EWG Preis von 425 Mark je Tonne Weizen, volle 50 Mark niedriger als der gegenwärtige Preis in Westdeutschland.
„WIR SIND TATSÄCHLICH EINE MACHT!“ Gespräch mit EDMUND REHWINKEL
DM / VW: Weich im Vergleich
BRILLANTEN: Rat aus London
VERFASSUNGSSCHUTZ: Am Nebentisch,
Der Verfassungsschutz hat unter dem Verdacht gestanden, er öffne heimlich Post und höre Telephone ab. Er hat diesen Verdacht soweit zerstreut, wie er, sich zerstreuen ließ, nachdem Einzelheiten bekanntgeworden waren wie, etwa die Tätigkeit jener Verfassungsschutz Schreibdame, die Babyhemdchen
strickte und dabei vom alliierten Geheimdienst aufgenommene Telephongespräche abspielte.
SEKT: Töchter und Tanks,
Deutschlands Sektfabrikanten wollen für die Bundesrepublik einen Weltrekord erringen. Erstmals soll der deutsche Schaumweinabsatz die traditionell von Frankreich gehaltene Rekordmarke von 130 Millionen Flaschen jährlich übertrumpfen.
Die Zeichen stehen günstig. Schon vertrinken die Bundesbürger in einem Jahr zehnmal soviel Sekt wie sämtliche Reichsdeutschen in jedem der Goldenen Zwanziger Jahre
WO KEIN SEUFZER VERBORGEN BLEIBT,In diesem Jahr schenken die Reichen der Stadt den Ärmsten der Stadt ein Nachthemd; letztes Jahr waren es Pantoffeln und ein Handtuch. Künstler aus dem Stadttheater singen dazu Weisen aus dem "Vogelhändler". Der Pfarrer von St. Jacobi kann derlei Abwechslung nicht bieten: Er spendet alle Jahre denselben Trost, dessen gemaltes Wahrzeichen seit sieben, Jahrhunderten von der Stirnwand, des Saales mahnt.
TOURISMUS: Trolls und Riesen
GESCHENKE: Goldene Dukaten
Sport
WERDER BREMEN: Sieger ohne Gewinn
Serie
Macht, Mythos und Morde der Mafia (II)
Die Ehrenwerte Gesellschaft
1. Fortsetzung
Nichtsahnend saß der Freier bei dem Mädchen. Die hübsche Tochter der wohlhabenden Familie Solazzo fand Gefallen an dem jungen, aufstrebenden Gerichtsbeamten von Villalba. Plötzlich stürmte eine jugendliche Bande herein, zerrte den Freier ins Freie und prügelte ihn fast zu Tode.
Ausland
FRANKREICH / OST-BEZIEHUNGEN: Roter Reigen
AFRIKA / SÜDAFRIKA: Q-018
AFRIKA / MALAWI: Traut nur Frauen
WESTHANDEL: Für Parfüm-Mischer
DUESENBERG: Teurer Duesie
„WO IST DENN UNSER ANGEKLAGTER?“, Einhunderteinundzwanzig Verhandlungstage und die Aussagen von über zweihundertundfünfzig Zeugen sind wie ein erstickender Aschenregen auf das Selbstbewußtsein der Bundesrepublik gefallen, seit am 20. Dezember 1963 der Auschwitz-Prozeß begann. Doch waren es Schaubilder, Photos und Worte, die dem Gericht und der Öffentlichkeit die ungesühnte Wirklichkeit der Lager darstellten.
FRANKREICH: Brot vom Baron
Kultur
BEARDSLEY: Dreifach bepudert
KUNSTSTOFFE: Haut aus der Retorte,
Der Machtkampf der Giganten tobt seit Wochen. Die Farbseiten amerikanischer Millionen-Magazine sind sein Schauplatz, die Gunst des US-Konsumenten-Volkes ist sein Preis.
Mit einer Heftigkeit, die europäischen Annoncen-Lesern fremd ist, entfesselten zwei Großmächte der amerikanischen Industrie eine Werbeschlacht um das Zutrauen einer potenten Käufer-Kaste - der Fußgänger:
BÜCHER: Menschen nach Maß
FLEDERMAUS: Frische Frösche
FRISEURE: Bajaderen für Herren